Amex oder Revolut: Welche Karte passt wirklich zu deiner Reise?
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Zuletzt aktualisiert und geprüft: 20. Juli 2026.
Meine American Express Gold begleitet mich seit 2020. Flüge, Hotels, größere Reisebuchungen – wenn Amex akzeptiert wird, ist sie meist meine erste Wahl. Ich sammle damit Membership-Rewards-Punkte, habe die Versicherungen bereits gebraucht und weiß den Kundenservice inzwischen sehr zu schätzen.
Dass ich trotzdem ernsthaft über Revolut nachdenke, liegt an einem langen Gespräch mit meiner Freundin Caro von Caro Upside Down. Sie reist viel, arbeitet regelmäßig unterwegs und nutzt Revolut nicht nur zum Bezahlen. Für sie sind vor allem WeWork, die eSIM und der unkomplizierte Zugang zu Flughafen-Lounges praktisch.
Vieles davon fehlt mir bei meiner Amex. Gleichzeitig möchte ich keine weitere kostenpflichtige Karte abschließen, nur weil die Liste der enthaltenen Vorteile beeindruckend klingt.
Also habe ich genauer hingeschaut: Reicht Revolut Premium? Lohnt sich Metal wegen WeWork und der zusätzlichen Daten? Und wie oft müsste ich tatsächlich eine Flughafen-Lounge besuchen, damit Ultra rechnerisch Sinn ergibt?
Wichtig dabei: Ich nutze noch kein kostenpflichtiges Revolut-Abo über einen längeren Zeitraum. Das hier ist deshalb kein persönlicher Revolut-Erfahrungsbericht, sondern mein ausführlicher Entscheidungsvergleich – ergänzt um Caros Erfahrungen als Vielreisende.
Mein Ergebnis vorweg
Meine Amex Gold würde ich derzeit nicht durch Revolut ersetzen.
Die Amex Gold ist für mich die stärkere Karte für Rewards, Flugbuchungen, Versicherungen und Service. Revolut ist dagegen das flexiblere Reisekonto: besser bei Fremdwährungen, breiter akzeptiert, mit eSIM, verschiedenen digitalen Extras und – je nach Abo – WeWork, Lounge-Zugang und Fast Track.
Die beiden Produkte erfüllen nicht dieselbe Aufgabe.
Für mich sieht die sinnvolle Aufteilung so aus:
Amex Gold, wenn Punkte, größere Reisebuchungen, Service und die Charge-Card-Funktion im Vordergrund stehen.
Revolut Standard, wenn du hauptsächlich eine flexible Karte zum Bezahlen brauchst.
Revolut Premium, wenn du regelmäßig reist und Reiseversicherung sowie Fremdwährungsvorteile möchtest.
Revolut Metal, wenn du häufig unterwegs arbeitest und WeWork, eSIM sowie mehrere Partnerabos wirklich nutzt.
Revolut Ultra, wenn du sehr häufig Lounges und Fast Track nutzt oder längere Reisen absichern möchtest.
Welche Amex Gold vergleiche ich?
Ich selbst habe noch die klassische Amex Gold aus Plastik. Sie kostet laut aktuell veröffentlichtem Preis- und Leistungsverzeichnis 140 Euro pro Jahr oder 12 Euro bei monatlicher Abrechnung.
Die heutige Gold Card aus Metall kostet 20 Euro monatlich, also 240 Euro im Jahr. Beide Varianten sammeln regulär einen Membership-Rewards-Punkt je Euro Umsatz, berechnen zwei Prozent auf Fremdwährungsumsätze und vier Prozent, mindestens fünf Euro, für Bargeldabhebungen. Auch die Auslandsreise-Krankenversicherung sieht bei beiden Karten Reisen von maximal 62 Tagen vor.
Die Metallkarte enthält zusätzliche Guthaben und Mobilitätsvorteile. Dazu gehören nach den aktuellen Vertragsunterlagen unter anderem FREENOW-, SIXT-rent- und SIXT+-Guthaben sowie weitere Hotel- und Reisevorteile. Ob diese Leistungen den Aufpreis gegenüber einem bestehenden Plastikvertrag rechtfertigen, hängt stark davon ab, ob man sie wirklich nutzt.
Für meine persönlichen Erfahrungen mit Amex – Service, Akzeptanz und Punkte – spielt dieser Unterschied kaum eine Rolle. Beim Preis und bei den Zusatzleistungen beziehe ich mich im Vergleich aber auf die jeweils aktuell veröffentlichten Bedingungen.
Was kosten die Revolut-Abos?
Revolut Standard ist kostenlos. Premium kostet aktuell 8,99 Euro monatlich oder 89 Euro im Jahr, Metal 15,99 Euro monatlich beziehungsweise 155 Euro jährlich und Ultra 65 Euro im Monat oder 650 Euro bei jährlicher Zahlung. Plus liegt mit 2,99 Euro monatlich oder 29,99 Euro jährlich dazwischen, spielt für meinen Reisevergleich aber nur eine kleine Rolle.
Der eigentliche Vergleich ist damit:
Amex Gold Metall für 240 Euro im Jahr gegen Revolut Metal für 155 Euro.
Premium ist die günstigere Alternative. Ultra gehört bereits in eine andere Preis- und Leistungsklasse und ist eher mit der Amex Platinum als mit der Gold Card vergleichbar.
Häufig nutze ich in diesem Fall Revolut. Die genauen Umtauschkosten hängen vom gewählten Abo, dem monatlichen Volumen und teilweise auch vom Zeitpunkt des Umtauschs ab. Beim Standard- und Plus-Abo können oberhalb bestimmter Grenzen oder am Wochenende Gebühren entstehen; Premium, Metal und Ultra haben aktuell großzügigere beziehungsweise gebührenfreie Umtauschbedingungen.
Membership Rewards oder RevPoints: Wo sammelt man wirklich mehr?
Der Punktevergleich ist komplizierter, als er auf den ersten Blick wirkt. Eine Sammelrate allein sagt wenig aus. Entscheidend ist, wie viele Punkte pro Euro entstehen und in welchem Verhältnis sie später zu Flugmeilen übertragen werden.
So sammelt die Amex Gold
Mit der Amex Gold erhältst du regulär:
1 Membership-Rewards-Punkt pro 1 Euro Umsatz
Für 15 Euro im Jahr lässt sich der Membership Rewards Turbo aktivieren. Dann gibt es je zwei Euro Umsatz einen zusätzlichen Punkt – insgesamt also drei Punkte je zwei Euro oder 1,5 Punkte pro Euro.
Der Turbo ist auf 20.000 zusätzliche Punkte innerhalb von zwölf Monaten begrenzt. Dafür braucht es 40.000 Euro Umsatz; darüber hinaus sammelt die Karte wieder regulär einen Punkt je Euro.
Membership-Rewards-Punkte werden nicht automatisch im Verhältnis 1:1 zu Flugmeilen übertragen. Der Kurs hängt vom jeweiligen Partner ab. Aktuell gelten beispielsweise:
- British Airways und Flying Blue: 5 Punkte zu 4 Avios beziehungsweise Meilen
- Cathay: 3 Punkte zu 2 Meilen
- Emirates: 2 Punkte zu 1 Meile
Genau diese Flexibilität gefällt mir. Ich sammle zunächst bei Amex und entscheide später, zu welchem Programm ich die Punkte übertragen möchte.
So sammelt Revolut
Bei Revolut hängt die Sammelrate vom Abo ab:
- Standard und Plus: 1 RevPoint je 10 Euro
- Premium: 1 RevPoint je 4 Euro
- Metal: 1 RevPoint je 2 Euro
- Ultra: 1 RevPoint je 1 Euro
Dabei zählen nur berechtigte Kartenzahlungen. Revolut weist ausdrücklich darauf hin, dass nicht jede Transaktionsart RevPoints erzeugt.
RevPoints können im Verhältnis von bis zu 1:1 in Flugmeilen umgewandelt werden. Der tatsächlich verfügbare Partner und Transferkurs wird in der App angezeigt; eine einmal ausgeführte Übertragung lässt sich nicht rückgängig machen.
Was bedeutet das bei 10.000 Euro Umsatz?
Bei 10.000 Euro berechtigtem Kartenumsatz entstehen zunächst:
- Amex Gold ohne Turbo: 10.000 Membership-Rewards-Punkte
- Amex Gold mit Turbo: 15.000 Membership-Rewards-Punkte
- Revolut Premium: 2.500 RevPoints
- Revolut Metal: 5.000 RevPoints
- Revolut Ultra: 10.000 RevPoints
Übertrage ich die Amex-Punkte zu einem Partner mit einem Kurs von 5:4, etwa British Airways oder Flying Blue, werden daraus:
- ohne Turbo: 8.000 Avios beziehungsweise Meilen
- mit Turbo: 12.000 Avios beziehungsweise Meilen
Bei einem Revolut-Transfer von 1:1 wären es:
- Premium: 2.500 Meilen
- Metal: 5.000 Meilen
- Ultra: 10.000 Meilen
Für das reine Meilensammeln ist die Amex Gold damit deutlich stärker als Revolut Metal. Mit aktiviertem Turbo kann sie bei einem 5:4-Partner sogar mehr Meilen aus 10.000 Euro Umsatz erzeugen als Revolut Ultra.
Revolut hat dafür einen praktischen Vorteil: Die Visa- oder Mastercard-Debitkarte wird an deutlich mehr Stellen angenommen als American Express. Eine niedrigere Sammelrate kann immer noch besser sein als gar keine Punkte, wenn Amex nicht akzeptiert wird.
Für mich steht deshalb fest:
Ich würde Revolut Metal nicht wegen der RevPoints abschließen. Für Punkte bleibt meine Amex klar stärker.
Fremdwährungen: Hier wird Revolut interessant
Bei der Amex Gold fallen auf Zahlungen in Fremdwährungen zwei Prozent zusätzlich an. Bei 1.000 Euro Fremdwährungsumsatz sind das rund 20 Euro. Bei 5.000 Euro bereits etwa 100 Euro.
Premium, Metal und Ultra berechnen aktuell keine zusätzlichen Revolut-Umtauschgebühren und auch keinen zusätzlichen Wochenendaufschlag. Bei Standard gilt oberhalb des monatlichen Freivolumens eine Gebühr, hinzu kommt am Wochenende ein Aufschlag von einem Prozent. Bei Plus gelten je nach Kontozuordnung andere Freigrenzen; der Wochenendaufschlag beträgt 0,5 Prozent.
Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass ich jeden Flug in Fremdwährung mit Revolut bezahlen würde.
Bei größeren Buchungen frage ich mich:
- Ist eine gewünschte Amex-Versicherung an die Kartenzahlung gebunden?
- Wie viele Punkte sammle ich?
- Wie wertvoll ist mir der Amex-Service bei Problemen?
- Übersteigt dieser Gegenwert die zwei Prozent Fremdwährungsgebühr?
Bei Restaurantbesuchen, Taxis oder kleineren täglichen Ausgaben im Ausland wäre Revolut für mich meist die logischere Wahl.

Charge Card oder Debitkarte: Bei Kautionen ist das entscheidend
Die Amex Gold ist eine Karte mit monatlicher Gesamtabrechnung. Der vollständige Rechnungsbetrag wird zum Fälligkeitstermin eingezogen. Revolut ist dagegen eine Debitkarte; Zahlungen werden aus dem vorhandenen Kontoguthaben bestritten.
Im normalen Reisealltag fällt dieser Unterschied kaum auf. Bei Mietwagen- oder Hotelkautionen kann er entscheidend sein.
Manche Vermieter akzeptieren Debitkarten, andere verlangen ausdrücklich eine Kredit- oder Charge Card. Auch eine Amex ist keine Garantie, weil der Anbieter American Express überhaupt annehmen muss.
Ich würde deshalb niemals nur mit Revolut zum Mietwagenschalter gehen. Meine Amex bleibt dafür wichtig – zusammen mit einer Visa oder Mastercard als Backup.
eSIM und WeWork: Die Leistungen, die mich wirklich reizen
Hier hat Caro meinen Blick auf Revolut verändert.
Sie arbeitet viel unterwegs und nutzt den WeWork-Vorteil tatsächlich. Ein ruhiger Arbeitsplatz mit verlässlichem Internet ist schließlich nicht immer ein nettes Extra. Manchmal entscheidet er darüber, ob man einen Termin vernünftig wahrnehmen oder mehrere Stunden konzentriert arbeiten kann.
Mit Revolut Metal gibt es aktuell einen Code pro Kalendermonat für einen WeWork-On-Demand-Besuch. Ultra enthält einen monatlichen Code für bis zu drei Besuche. Nicht genutzte Besuche werden nicht übertragen, und das Angebot gilt nur an teilnehmenden On-Demand-Standorten.
Dazu kommen monatliche globale eSIM-Daten:
- Premium: 1 GB
- Metal: 3 GB
- Ultra: 5 GB
Das ersetzt für mich nicht automatisch eine große Reise-eSIM. Für Navigation, WhatsApp, E-Mails und die ersten Stunden nach der Landung ist es aber praktisch. Gerade bei häufigen Länderwechseln spart es Zeit.
Der Preisunterschied zwischen Premium und Metal beträgt bei jährlicher Zahlung 66 Euro. Nutze ich WeWork nur einige Male im Jahr und hätte für diese Tage sonst tatsächlich bezahlt, kann Metal schnell interessanter werden. Nutze ich den Vorteil kaum, ist Premium die ehrlichere Wahl.
Wie viel sind die Revolut-Abonnements wirklich wert?
Revolut enthält je nach Abo verschiedene Partnerangebote, darunter NordVPN, Perplexity, Financial Times, Uber One, MasterClass, Tinder und weitere Dienste. Welche Vorteile verfügbar sind, hängt vom Land und vom gewählten Abo ab und kann sich ändern; maßgeblich ist die Anzeige in der App.
Für mich wären vor allem interessant:
- WeWork
- eSIM
- NordVPN
- Perplexity Pro
- möglicherweise Uber One oder Financial Times
Perplexity Pro ist bei Metal und Ultra für die Dauer des Revolut-Abos enthalten. Bei Premium gilt der Vorteil nach aktuellem Stand nur für Erstkundinnen und Erstkunden und für maximal zwölf Monate.
Tinder Gold gehört bei Metal und Ultra ebenfalls zu den möglichen Partnerleistungen. Für mich hat das inzwischen keinen Wert – ich habe ja einen Freund. Für andere Reisende kann es trotzdem ein Vorteil sein.
Die theoretischen Listenpreise aller Abos würde ich nie vollständig gegen die Revolut-Gebühr rechnen. Ein Service spart mir nur dann Geld, wenn ich ihn sonst selbst bezahlen oder tatsächlich regelmäßig nutzen würde.
Ein Vorteil, den ich nicht nutze, ist keine Ersparnis.
Reiseversicherung: Premium beginnt gut, passt aber nicht zu jeder Reise
Eine Reiseversicherung ist bei Revolut ab Premium enthalten. Premium und Metal decken Reisen bis zu 30 Tage ab, Ultra bis zu 90 Tage.
Damit die Reise versichert ist, muss das entsprechende Abo bereits bei der Buchung aktiv sein. Außerdem müssen Unterkunft und der überwiegende Teil des kommerziellen oder öffentlichen Haupttransports über Revolut bezahlt werden. Das Abo muss ohne Unterbrechung bis zur Reise bestehen bleiben.
Gerade die 30-Tage-Grenze ist für mich wichtig. Ich bin immer wieder länger unterwegs. Für eine Reise von sechs oder acht Wochen wäre Premium oder Metal deshalb keine vollständige Lösung.
Die aktuellen Versicherungsunterlagen der Amex Gold aus Plastik und Metall sehen für die Auslandsreise-Krankenversicherung bis zu 62 Tage vor. Dabei gelten unter anderem Selbstbeteiligungen und je nach Leistung Voraussetzungen zum Karteneinsatz.
Für den Versicherungsvergleich würde ich nie nur auf die Überschrift „Reiseversicherung inklusive“ schauen. Entscheidend sind:
- maximale Reisedauer
- notwendige Zahlung mit der Karte
- mitversicherte Personen
- private oder geschäftliche Reise
- Selbstbeteiligungen
- Ausschlüsse und bereits bekannte Ereignisse
Für längere Reisen kann eine separate Langzeit-Auslandskrankenversicherung trotz Premiumkarte die bessere Lösung sein.
Lounge-Zugang: Was kostet er wirklich?
Lounge-Zugänge sind erst bei der American Express Platinum und bei Revolut Ultra im Karten- beziehungsweise Abopreis enthalten. Mit der Amex Gold sowie Revolut Premium und Metal kannst du Lounge-Zugänge lediglich vergünstigt hinzubuchen.
Lounge-Zugang mit der Amex Gold
Die Amex Gold bietet vergünstigte Priority-Pass-Mitgliedschaften. Aktuell nennt American Express:
- Standard ab 57 Euro jährlich
- Standard Plus ab 217 Euro jährlich
- Prestige ab 344 Euro jährlich
Beim regulären Priority-Pass-Standardmodell kostet der einzelne Besuch derzeit 30 Euro. Standard Plus enthält zehn Besuche, Prestige die eigenen Besuche in teilnehmenden Priority-Pass-Lounges.
Daraus ergibt sich eine einfache Rechnung:
- Ab dem sechsten Besuch ist Standard Plus günstiger als Standard.
- Ab dem 15. Besuch ist Prestige günstiger als Standard Plus plus zusätzliche Einzelbesuche.
Wer die Amex Gold ohnehin besitzt und häufig allein reist, kann deshalb mit Gold plus Priority Pass Prestige relativ günstig fahren:
- Gold Plastik plus Prestige: 484 Euro jährlich
- Gold Metall plus Prestige: 584 Euro jährlich
Rein für Priority-Pass-Lounges bleibt das günstiger als die Amex Platinum für 720 Euro. Die Platinum bietet allerdings mehr: eine größere Lounge-Auswahl über die American Express Global Lounge Collection sowie Priority-Pass-Vorteile für Haupt- und Zusatzkarte. Der Priority Pass der Platinum ist aktuell auf 50 Personenbesuche pro Jahr begrenzt; jede eingelassene Person zählt als ein Besuch.
Lounge-Zugang mit Revolut
Nach der aktuellen Anzeige in der Revolut-App kosten die Lounge-Pässe:
- Standard und Plus: 37 Euro pro Person
- Premium und Metal: 29 Euro pro Person
- Ultra: für die eigene Nutzung inklusive
Die Lounge-Bedingungen bestätigen, dass Premium und Metal kostenpflichtige vergünstigte Pässe erhalten und Ultra-Pässe für die eigene Nutzung kostenlos sind. Gäste benötigen auch bei Ultra einen kostenpflichtigen Pass. Ein Pass gilt für eine Person und einen Besuch; der Preis wird in der App angezeigt und kann sich ändern.
Ab wie vielen Lounge-Besuchen lohnt sich Revolut Ultra?
Bei jährlicher Zahlung und ausschließlich eigenen Lounge-Besuchen ergibt sich:
- gegenüber Standard: ab dem 18. Besuch
- gegenüber Plus: ab dem 17. Besuch
- gegenüber Premium: ab dem 20. Besuch
- gegenüber Metal: ab dem 18. Besuch
Die Rechnung für Metal:
650 Euro Ultra-Jahresgebühr minus 155 Euro Metal-Jahresgebühr ergeben 495 Euro Mehrkosten.
495 Euro geteilt durch 29 Euro pro Lounge-Besuch ergeben 17,1 Besuche.
Ab dem 18. eigenen Lounge-Besuch pro Jahr ist Ultra damit günstiger als Metal plus einzeln gekaufte Pässe.
Gegenüber Premium liegt die Grenze beim 20. Besuch:
89 Euro Jahresgebühr plus 20 Lounge-Besuche zu je 29 Euro ergeben 669 Euro.
Dabei geht es nur um die Lounge-Kosten. Nutzt du zusätzlich Fast Track, 5 GB eSIM, drei WeWork-Besuche im Monat und den Stornoschutz, kann Ultra früher sinnvoll werden.
Reist du häufig mit einer Begleitperson, verschiebt sich die Rechnung in die andere Richtung, weil deren Lounge-Zugang nicht inklusive ist.

Fast Track: praktisch, aber nur bei Ultra inklusive
Fast-Track-Pässe können grundsätzlich über Revolut gebucht werden. Bei Ultra sind unbegrenzt eigene Pässe enthalten, sofern die betreffende Reise mit Revolut bezahlt wurde. Der Slot muss trotzdem vor dem Flug reserviert werden und der Vorteil gilt nur an teilnehmenden Flughäfen. Begleitpersonen benötigen eigene Pässe.
Bei zwei Urlaubsreisen pro Jahr wäre Fast Track für mich kein Grund, 650 Euro zu bezahlen. Wer jeden Monat fliegt und regelmäßig an großen Flughäfen startet, kann darin einen echten Mehrwert sehen.
Bargeld und Trading: nette Ergänzungen, aber nicht ausschlaggebend
Revolut erlaubt je nach Abo unterschiedlich hohe Bargeldabhebungen ohne eigene Revolut-Gebühr:
- Standard und Plus: 200 Euro monatlich
- Premium: 400 Euro
- Metal: 800 Euro
- Ultra: 2.000 Euro
Oberhalb des jeweiligen Limits gilt eine Gebühr von zwei Prozent oder mindestens einem Euro. Automatenbetreiber können zusätzlich eigene Gebühren berechnen.
Für mich ist das kein entscheidender Metal-Vorteil, weil ich bereits meine awa7 Visa für Bargeld nutze.
Über Revolut lassen sich außerdem Aktien und andere Wertpapiere direkt in der App kaufen. Es gibt je nach Abo unterschiedliche Kontingente und Gebühren; bestimmte ETP-Sparpläne können provisionsfrei ausgeführt werden. Das macht die App vielseitig, ist für mich aber kein Grund, ein Reiseabo auszuwählen. Wo ich investiere, entscheide ich nach Kosten, Auswahl und Anlegerschutz – nicht danach, ob gleichzeitig eine eSIM enthalten ist.
Welche Karte passt zu welchem Reisetyp?
Du brauchst hauptsächlich eine Karte zum Bezahlen
-> Revolut Standard
Das kostenlose Abo reicht für alltägliche Zahlungen und gelegentliche Reisen, solange du innerhalb der Fremdwährungs- und Bargeldlimits bleibst. Eine Reiseversicherung ist nicht enthalten.
Du reist regelmäßig, aber selten länger als 30 Tage
-> Revolut Premium
Premium ist für viele Reisende wahrscheinlich der sinnvollste Revolut-Tarif. Für 89 Euro im Jahr erhältst du unbegrenzten Währungsumtausch ohne zusätzliche Revolut-Gebühren, Reiseversicherung, 1 GB globale Daten, vergünstigte Lounge-Pässe und ein höheres Bargeldlimit.
Du arbeitest häufig unterwegs
-> Revolut Metal
Metal lohnt sich vor allem, wenn du WeWork, 3 GB eSIM, NordVPN, Perplexity oder weitere Partnerangebote tatsächlich nutzt. Nur wegen der besseren RevPoints-Rate würde ich den Aufpreis nicht bezahlen.
Der Sprung von Premium zu Metal kostet bei jährlicher Zahlung 66 Euro. Wer einige WeWork-Besuche im Jahr spart oder bereits mehrere enthaltene Abos bezahlt, kann diesen Unterschied schnell ausgleichen.
Du möchtest möglichst viele Flugmeilen sammeln
-> Amex Gold mit Membership Rewards Turbo
Bei normalen Kartenumsätzen sammelt die Amex Gold deutlich schneller als Revolut Metal. Sie eignet sich besonders für Reisende, die Membership Rewards gezielt zu Airline-Programmen übertragen und Amex bei einem großen Teil ihrer Ausgaben einsetzen können.
Du brauchst hauptsächlich eine Karte zum Bezahlen
Revolut Standard
Das kostenlose Abo reicht für alltägliche Zahlungen und gelegentliche Reisen, solange du innerhalb der Fremdwährungs- und Bargeldlimits bleibst. Eine Reiseversicherung ist nicht enthalten.
Du reist regelmäßig, aber selten länger als 30 Tage
-> Revolut Premium
Premium ist für viele Reisende wahrscheinlich der sinnvollste Revolut-Tarif. Für 89 Euro im Jahr erhältst du unbegrenzten Währungsumtausch ohne zusätzliche Revolut-Gebühren, Reiseversicherung, 1 GB globale Daten, vergünstigte Lounge-Pässe und ein höheres Bargeldlimit.
Du arbeitest häufig unterwegs
-> Revolut Metal
Metal lohnt sich vor allem, wenn du WeWork, 3 GB eSIM, NordVPN, Perplexity oder weitere Partnerangebote tatsächlich nutzt. Nur wegen der besseren RevPoints-Rate würde ich den Aufpreis nicht bezahlen.
Der Sprung von Premium zu Metal kostet bei jährlicher Zahlung 66 Euro. Wer einige WeWork-Besuche im Jahr spart oder bereits mehrere enthaltene Abos bezahlt, kann diesen Unterschied schnell ausgleichen.
Du möchtest möglichst viele Flugmeilen sammeln
-> Amex Gold mit Membership Rewards Turbo
Bei normalen Kartenumsätzen sammelt die Amex Gold deutlich schneller als Revolut Metal. Sie eignet sich besonders für Reisende, die Membership Rewards gezielt zu Airline-Programmen übertragen und Amex bei einem großen Teil ihrer Ausgaben einsetzen können.
Welche Karte lohnt sich für dich wirklich?
Bevor du ein kostenpflichtiges Abo abschließt, rechne ein realistisches Reisejahr durch:
- Wie viel gibst du tatsächlich in Fremdwährungen aus?
- Wie viele Lounge-Besuche würdest du sonst wirklich bezahlen?
- Wie oft befindet sich ein nutzbarer WeWork-Standort in deiner Nähe?
- Welche enthaltenen Abos bezahlst du bereits?
- Dauern deine Reisen regelmäßig länger als 30 Tage?
- Reist du allein oder meistens mit Begleitung?
- Sammelst du Punkte gezielt oder nur nebenbei?
- Brauchst du eine Charge Card für Mietwagen- oder Hotelkautionen?
Addiere nicht die theoretischen Listenpreise aller Vorteile. Rechne nur das an, wofür du sonst tatsächlich Geld ausgeben würdest.
Meine persönliche Entscheidung: Amex behalten, Revolut ergänzen?
Meine Amex Gold bleibt.
Ich nutze sie seit Jahren, kenne den Service, sammle damit schneller Punkte und habe die Versicherungen bereits erfolgreich in Anspruch genommen. Revolut könnte sie für mich aber sinnvoll ergänzen – vor allem bei Fremdwährungen und im alltäglichen Reiseleben.
Premium wäre die rationale Wahl. Es schließt die wichtigsten Lücken meiner Amex zu einem überschaubaren Preis.
Metal ist die spannendere Wahl. WeWork, 3 GB eSIM, Perplexity, NordVPN und die übrigen digitalen Vorteile passen gut zu meinem Leben zwischen Reisen und Arbeiten. Aber nur, wenn ich sie wirklich nutze.
Ultra wäre für mich derzeit zu viel. Dafür müsste ich deutlich häufiger Lounges und Fast Track nutzen oder dem flexiblen Stornoschutz einen sehr hohen Wert geben.
Mein persönliches Ergebnis lautet deshalb:
Die Amex Gold bleibt meine Hauptkarte für Flugbuchungen, Punkte und Service. Revolut Metal wäre die spannendste Ergänzung für meinen Reise- und Arbeitsalltag – Premium aber die vernünftigere Entscheidung, falls ich WeWork nicht regelmäßig nutze.
Hinweis: Kartenpreise, Versicherungen, Lounge-Gebühren und Partnerangebote können sich ändern oder regional eingeschränkt sein. Prüfe vor einem Abschluss immer die aktuellen Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Häufige Fragen zu Amex und Revolut auf Reisen

